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Chronik
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Der Stadtpfarrer von St.Stephan, Kanonikus Heinrich Pichler, der die Entwicklung und Ausdehnung von Amstetten besonders südlich der Ybbs vorausgesehen hat, bemühte sich schon in den Sechzigerjahren um ein Grundstück für eine Kirche im Süden des Pfarrgebiets von St. Stephan; das erste und dann an die Stadtgemeinde verkaufte Areal lag an der Euratsfelderstraße. Langwierige Verhandlungen von April 1971 bis November 1973 wurden mit dem Erwerb des neuen Grundstücks gegenüber dem Kindergarten Allersdorf abgeschlossen.
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Er machte in der Beratung des Priesterrates der Diözese am 30. 11.1972 den Vorschlag, wegen der wachsenden Bevölkerungszahl sein Pfarrgebiet zu teilen und in Allersdorf eine neue Pfarre zu schaffen. Diözesanbaumeister Ing. Kräftner wurde von Bischof Dr. Zak beauftragt, ein Pfarrzentrum zu planen. Die erste Skizze (Kirche in Kreuzform mit drei getrennten Quadraten, langgestrecktes Pfarrgebäude) wurde verworfen. Eine abgeänderte Planskizze (einheitlicher Kirchenraum) wurde dem diözesanen Kunstrat im Juni 1973 vorgelegt. Es wurde kein Beschluß gefasst; der Bischof regte eine konzentrierte Bauweise an und lädt den mit der künstlerischen Leitung beauftragten akademischen Maler und Bildhauer Herfert zu einer Stellungnahme ein. Eine Informationsfahrt am 12.5.1974 führte nach Freilassing, St. Korbinian; Pfarrhaus, Pfarrheim und Kirche umschließen einen Hof mit Überdachung an den Rändern; diese Bauweise findet die allgemeine Zustimmung. Pfarrer Geiblinger und Kaplan Gravogl, St. Stephan, informieren am 16.5.1974 im Gasthaus Kraus über den Planungsstand und nehmen die Wünsche und Anregungen der Bevölkerung für die weiteren Überlegungen mit. Der am Ende dieser Veranstaltung festgelegte Planungsausschuß verlangte bereits in seiner ersten Sitzung am 24.5.1974 eine Neuplanung (Geschlossenheit der Anlage, Kirche mit Vorplatz, festgelegtes Raumkonzept). Das neue Konzept wurde von Baumeister Kräftner am 14. Juni 1974 vorgelegt. Die Innengestaltung des Kirchenraums wurde am 5.11.1974 beraten. Der Diözesankunstrat genehmigte die von Baumeister Ing. Kräftner vorgelegte Altarraumgestaltung und den Entwurf des akademischen Malers Herfert für die künstlerische Gestaltung des Kirchenraums nach jeweils geringfügigen Abänderungen.
Die Umsetzung konnte erfolgen, da im Haushaltsplan der Diözese St. Pölten für das Jahr 1974 die Vorfinanzierung für den Bau des Pfarrzentrums unter „V/1 e Zuschüsse an Pfarren für Neubauten“ mit 3 Millionen S sichergestellt hat. Die Stadtgemeinde Amstetten bewilligte ebenfalls den Betrag von 500.000,-.
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Juli und August 1974 Diese beiden Monate dienten der Ausschreibung des Projekts; Baumeister Ing. Jungwirth, Euratsfeld, erhielt den Zuschlag.
9. September 1974 Die Planierungsarbeiten beginnen; Herr Garschall und Herr Franz Pöchhacker übernehmen die Einteilung freiwilliger Arbeitsleistungen
20. Oktober 1974 Erzdechant Pichler legte den Grundstein zu einer Pfarrkirche in dem Stadtteil, der rege Bautätigkeit aufgewiesen und einen rasanten Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hat.
1.Jänner 1975 Die Pfarre wird unter dem Patrozinium „Maria, Mutter der Kirche“ durch Abtretung von St. Stephan errichtet.
20. März 1975 Provisor Karl Gravogl lud zur konstituierenden Sitzung des Pfarrkirchenrates in den Pfarrhof St. Stephan ein; Obmann wurde Alois Deinhofer (+). Diese Beratung diente primär der Inneneinrichtung der Kirche, der Orgelanschaffung und der Finanzierung der pfarrlichen Eigenleistungen.
9. Oktober 1975 Die Haussammlung für die Inneneinrichtung der Kirche wurde mit einem Ergebnis von rund 240.000,- abgeschlossen; damit ist ein Drittel der Auslagen bedeckt.
19. Oktober 1975 Messe im Hof des Pfarrzentrums mit feierlicher Kreuzsegnung und Festpredigt durch Erz-Dechant Kanonikus Pichler, musikalisch gestaltet von der Musikkapelle Winklarn, dem Chor des katholischen Bildungswerks Pottenbrunn und den Kindern der Volksschule Allersdorf.
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